Einkaufen in New York, günstiger geht immer

Schwacher Dollar, Flüge, Hotels und Shopping zum Sparpreis

28.10.2009 Jürgen Kadel

Die günstige US-Währung macht aus New York City das Einkaufsparadies schlechthin, Waren im Überfluss lassen das Herz höher schlagen. Auch bei der Rückkehr, beim Zoll.

Damit die Shopping Tour durch New York bei der Heimkehr nicht zum Desaster wird, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Am Ende der Reise steht immer noch der Gang durch den Zoll. Viele Reisende erleben gerade dort immer wieder böse Überraschungen. Deshalb ein paar Ratschläge zur Reise selbst und was man ohne Probleme nach Deutschland mitbringen darf.

Sparen vor dem Flug nach NYC

Wer sich etwas Zeit zum Vergleichen nimmt, findet leicht günstige Flüge. 300 Euro sind nicht unmöglich, bei den großen Reiseportalen treten sogar öfter sogenannte "error fares" auf. Systemfehler, die Flüge für bis unter 200 Euro möglich machen. Dann sollte man nicht zögern, hat man die Bestätigung und das E-Ticket, steht der Preis fest. Manchmal tauchen diese Fehler nur für ein paar Tage auf, manchmal für Wochen. Es kann sich auch lohnen, wenn man über eine Agentur in Australien oder Kanada bucht. Hier wirkt sich der starke Euro sofort auf den Flugpreis aus. Im letzten Dezember gab es so Direktflüge mit Lufthansa, über Australien gebucht zu 350 Euro, hin Business Class, retour Economy. Perfekt zum Weihnachtsshopping in Manhattan.

Hotel buchen einmal anders

Hat man einen Flugtermin, dann kann man sich an die Suche nach der Unterkunft machen. Eine spannende und günstige Variante ist Priceline. Hier kann man auf ein Hotelzimmer bieten. Man sucht die Region aus. (Uptown, Midtown,Brooklyn usw.) und den Hotelstandard. Ein Beispiel: Hotel in Jersey City mit Skylineblick für 95 Dollar, zwei Personen. Man weiß nur vorher nicht, welches Haus man bekommt, nur die Region und der Standard zählen. Auf der Hotelseite hätten Zimmer zu dieser Zeit z.B. 220 Dollar gekostet. So schafft man sich schnell ein gutes Budget zum Shopping in New York.

Klassisch buchen und dennoch günstig

Wem das zu spannend ist, dem stehen immer noch die Angebote aller gängigen Reiseanbieter zur Verfügung. Alles geht auch pauschal, vorher geregelt und ganz sicher. Auch hier lohnt sich natürlich genaues Vergleichen vor einer Buchung.

Mit Touristenpässen sparen

Soll es keine reine Einkaufstour werden, stehen also auch ein paar Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, so kann man bei den Eintrittsgeldern reichlich Geld sparen. Ob nun der New York Pass, der Explorer Pass oder der City Pass New York. Je nach Aufenthaltsdauer, Besichtigungsprogramm und persönlichen Vorlieben bieten die einzelnen Pässe verschiedene Möglichkeiten. Viele Museen, Eintritte auf das Empire State oder Top of the Rock, Circle Line Rundfahrten sind dann kostenlos, andere Dinge sehr stark ermäßigt. Vergleichen lohnt auch hier. Übrigens haben die meisten Museeen montags geschlossen, auch für Passinhaber. Also ein guter Shopping-Tag.

Metro Card besorgen

Das wichtigste Verkehrsmittel in New Nork ist die Subway. Auch Busse und die Watertaxis sind interessant. Geschickt ist es, wenn man sich gleich zu Beginn eine Zeitkarte besorgt. So kann man jederzeit ohne Begrenzung diese Verkehrsmittel nutzen, ein- und aussteigen wie es beliebt. Ansonsten summieren sich viele Einzelfahrten doch recht schnell, auch wenn der Einzelpreis günstig ist.

Angebote überall

Hier gibt es immer Aktionen, Gutscheine, Rabattschlachten oder Gratisproben. Also Augen auf, wenn es auch im Gewühl und dem Überangebot schwer fällt. Geht man zu Macy's, dem berühmten Kaufhaus, dann sollte man gleich in den ersten Stock. Zum Visitor Center, dort gibt es bei Vorlage des Reisepasses für 30 Tage eine Rabattkarte. Stolze 11%, auch auf Angebotsware. Gut für Schnäppchen.

In New York ist immer ein Grund für einen speziellen Schlussverkauf. Immer und überall gibt es Angebote, die zum Kauf verlocken. Doch Vorsicht, es gibt Grenzen, an die man sich trotz aller Euphorie halten sollte. Markenartikel wie Mode, Schuhe oder modische Accessoirs gibt es überall, fast jedes Label hat auch eigene Shops in Manhattan. Vorsicht bei den sehr günstigen Elektroartikeln, hier darauf achten, dass sie auch zu Hause funktionieren (Spannung, bei DVDs das richtige System). Preisangaben sind immer netto, die örtliche Tax (Konsumsteuer) kommt dazu. Bei Bekleidung in New York erst ab 110 Dollar, danach 8,875% sales tax, zusammengesetzt aus Steuern für die Stadt und das Land.

Vom Kaufrausch zum Zoll

Die Taschen sind schnell gefüllt, wer schlau war, ist gleich mit leeren Koffern angereist. Die erste Hürde beim Rückflug ist das Gewicht des Gepäcks. Schnell sind die Grenzen der Fluggesellschaft erreicht, Übergewicht ist teuer. Meist liegen die bei 22 kg, aber vorher besser bei der Fluggesellschaft fragen, um Überraschungen zu entgehen. Jetzt kommt der Adrenalinstoß am Schluss der Reise, der Zoll muss passiert werden. Jeder kennt das schlechte Gewissen dabei.

Aber ist man gut informiert und hat beim Einkauf etwas mitgedacht, ist das kein Problem. Kommt man aus New York ist das eine Einreise aus einem Drittland. Es gelten die entsprechenden Freimengen und Regelungen. Bei einem Einkaufstrip durch die Sparmetropole New York sind Freigrenzen schnell mal erreicht. So gelten bei Flugreisenden 430 Euro als Grenze bei anderen Waren. Darüber hinaus werden Einfuhrabgaben fällig. Noch enger sind die Grenzen für hoch versteuerte Waren wie Tabak und Alkohol. Genaue Informationen erhält man beim deutschen Zoll, am besten vor der Reise im Internet.

Fehlen Rechnungen, so kann der Warenwert geschätzt werden, es ist daher immer empfehlenswert, die Quittungen mitzuführen. Überschreitet man diese Grenzen, sind Einfuhrabgaben fällig. Im Normalfall die 19% Umsatzsteuer und je nach Warengruppe eventuell Zollabgaben.

Wer hofft mit zu großen Mengen ohne Kontrolle durchzukommen, der wird schnell zum Schmuggler. Ist einmal kein Beamter am Schalter, so hat der Reisende sich zu melden und seine Waren anzumelden. Tut er dieses nicht, und wird doch noch erwischt, ist eine empfindliche Strafe zusätzlich fällig.

Hat man sich vorher vorbereitet und kennt die kritischen Punkte, dann hat man keine Probleme beim Zoll. Denn hier gilt, Unkenntnis schützt nicht vor Strafe. Damit also der Einkauf nicht teurer wird als geplant, ist es gut, sich eine Liste mitzunehmen und auch daran zu halten.

Geht man gut vorbereitet auf die Reise, dann hat man die idealen Voraussetzungen für ein unvergessliches Einkauferlebnis in der Shopping Stadt Nummer eins geschaffen. Und man kann sich noch lange daran freuen. Immer wieder wird man daran erinnert, zieht man die Markenjeans für 40 Dollar an, oder sie Designerschuhe aus der Fifth Avenue. Und dann plant man schon ganz schnell wiederzukommen, in die Einkaufsstadt New York City.

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NYC Skyline vom Hotel, Jürgen Kadel NYC Skyline vom Hotel
Macy's New York, Jürgen Kadel Macy's New York
World Financal Center NYC, Jürgen Kadel World Financal Center NYC